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Naturnahe Umgestaltung der Altenau zwischen Henglarn und Etteln

Naturnahe Umgestaltung der Altenau zwischen Henglarn und Etteln
Die Baumaßnahmen mussten auf Grund der nassen Witterung vorläufig eingestellt werden.

Unter Beachtung des Artenschutzes (Vogelbrut) sollen die Arbeiten in Abstimmung mit dem Kreis PB bei trockener Witterung wieder fortgeführt werden.  

Baustellenfotos

Übersicht Maßnahmengebiet

Herstellung des Neuverlaufs mit Gerinne und Flachwasserbereichen

Die Baufläche wurde vom Schnee geräumt, damit der Frost in den Boden einwirken konnte und die Fläche befahrbar ist.

Naturnahe Umgestaltung der Altenau zwischen Henglarn und Etteln

Herstellung des Neuverlaufs mit Gerinne und Flachwasserbereichen. Das Gerinne ist deutlich unterdimensioniert um eine häufige Ausuferung in die Fläche zu fördern.

Naturnahe Umgestaltung der Altenau zwischen Henglarn und Etteln

Der Bodenaushub wurde entlang des Bestandsufers abgeladen, um dort als Geländeerhöhung eingebaut zu werden.

Naturnahe Umgestaltung der Altenau zwischen Henglarn und Etteln

Durch die Geländeerhöhung wird das Wasser in der zur Verfügung stehenden Fläche gehalten. Die auf der Fläche verteilt liegenden Bäume werden später als Strukturelemente im Gerinne eingebaut.

Durch das Flurbereinigungsverfahren Altenau I, durchgeführt vom Dezernat 33 Amt für Bodenordnung der Bezirksregierung Detmold, konnte für den Wasserverband Obere Lippe entlang der Altenau unterhalb der Kläranlage Altenautal in Henglarn eine rd. 10 ha große zusammenhängende Fläche für Renaturierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Aufbauend auf eine Masterarbeit  wurde zusammen mit dem Ingenieurbüro Sönnichsen&Partner aus Minden die Planung zur Umsetzung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in diesem Abschnitt erarbeitet und nach intensiven Abstimmungen mit dem beteiligten Fachbehörden die Baumaßnahme im Herbst öffentlich ausgeschrieben. Nachdem der Auftrag in dieser Woche an die Firma Redeker Tiefbau GmbH aus Erwitte vergeben wurde, rollen bereits ab der KW50 die Bagger an. Die Arbeiten sollen spätestens zum 28. Februar 2021 abgeschlossen werden.

Kern der Maßnahme ist die vollständige Neutrassierung der Altenau in der zur Verfügung stehenden Fläche. Dadurch wird eine Laufverlängerung um 600 m von bisher ca. 800 m auf 1.400 m erreicht. Das neue Gewässerbett wird mit im Mittel 0,7 m Tiefe und 2 m Breite nur flach eingeschnitten durch die Fläche geführt und soll schon bei leicht erhöhter Abflussführung in die Aue ausufern. Damit wird eine Wiedervernetzung von Aue und Gewässer erreicht und neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Zudem wird dadurch der Wasserrückhalt in der Fläche gefördert, was zusätzlich einen Beitrag zum Hochwasserschutz bedeutet. Der Altverlauf der Altenau wird vom gewöhnlichen Abflussgeschehen abgetrennt und nur bei größeren Hochwasserereignissen mit durchströmt. Die umliegenden privaten Flächen werden durch die Maßnahme nicht beeinträchtigt, das gesetzlich festgesetzte Überschwemmungsgebiet wird nicht verändert.

Für die Maßnahme werden rd. 8.500 m³ Boden bewegt und vor Ort wiederverwendet. Unter anderem wird zum Altverlauf eine leichte Geländeerhöhung gebaut um das Wasser möglichst lange in der Fläche zu halten. Zudem wird der vorhandene Wanderweg zwischen Etteln und Henglarn entlang des Bearbeitungsgebietes ertüchtigt.

Aus dem Altverlauf der Altenau werden rd. 4.000 m³ Sohlsubstrat (Flusskies) geborgen und in dem Neuverlauf als Sohle verbaut. Überschüssiger Kies wird in Bereiche ober- und unterhalb des Maßnahmengebietes in der Altenau als Depots angelegt.

Für den Anschluss an das Sohlniveau der Altenau wird eine rd. 130 m lange Sohlgleite gebaut. Das Material wird größtenteils aus dem vorhandenen Uferverbau des Altverlaufes gewonnen. Zusätzlich werden rd. 250 t Kalksteinbruch benötigt.

Nach Abschluss der Baumaßnahme ist vorgesehen, dass gesamte Gebiet durch eine extensive Großbeweidung zu einer halboffenen Auenlandschaft zu entwickeln.

Maßnahmeplan 2020 als PDF herunterladen
Übersicht Flächenverfügbarkeit 2021 als PDF herunterladen

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