Wasserverband Obere Lippe

 

Renaturierungsplan NRW Stiftungsflächen/Ringelstein

Stationierung: 45+800-51+400

Projektkurzbeschreibung:

Der Umsetzungsfahrplan zur EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) misst der Alme als naturraumübergreifendem und mittleren und unteren Teil von Karst geprägtem Mittelgebirgsfluss eine besondere Bedeutung bei. Für den im vorliegenden Entwurf bearbeiteten Gewässerabschnitt ist die Entwicklung eines Strahlursprungs vorgesehen.

(NZO-GMBH 2012a)


Das Almetal war im Planungsgebiet (und darüber hinaus) zur Einrichtung eines Flößwiesensystems in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in erheblichem Maß umgestaltet worden. Zahlreiche größere und kleinere Be- und Entwässerungsgräben, Staueinrichtungen, Brücken waren angelegt worden, nahezu die gesamte Auenfläche wurde in eine Abfolge von flachen Geländerücken und - mulden verwandelt. Dies führte zu einer weiteren Ablagerung von Feinsedimenten, in der überdies schon von mächtigen anthropogenen Lehmpackungen geprägten Aue.


Der Fluss behielt zwar einen geschwungenen Verlauf, durfte sich aber systembedingt nicht mehr verlagern, um die Funktionstüchtigkeit des Flößwiesenwirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Zahlreiche Befestigungen, vorwiegend Steinschüttungen und Steinstickungen, wurden in die Uferböschungen eingebracht, stellenweise wurde die Durchgängigkeit unterbrochen oder stark eingeschränkt.


Große Einschnittstellen der Alme und damit verbunden hohe Grundwasserflurabstände in der Aue waren die Folge. Darüber hinaus steht auf Grund der großen Leistungsfähigkeit der Gewässerprofile die Aue als Hochwasserrückhalteraum kaum zur Verfügung.


Mit dem vorliegenden Entwurf sollen sowohl die ökologischen Defizite der Flussaue, als auch der Alme selbst beseitigt werden.

(NZO-GMBH 2014)


Renaturierung der Alme unteralb von Ringelstein
160303_1194_Ringelstein_Bodenuntersuchung.pdf (855.69KB)
Renaturierung der Alme unteralb von Ringelstein
160303_1194_Ringelstein_Bodenuntersuchung.pdf
(855.69KB)